Prolit Promotionsstudiengang "Literaturwissenschaft"
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Magdalini Makres

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Zwischen Konvention und Kritik: Hedwig Dohms Lustspiele im Spannungsfeld von Tradition und feministischer Subversion

Dass der verbreitete Topos, Frauen hätten keine Dramen verfasst, längst überholt ist, belegen nicht zuletzt zahlreiche literaturwissenschaftliche Untersuchungen zu Dramatikerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts. Gleichwohl überrascht es, dass in diesen Untersuchungen eine zu ihrer Zeit äußerst erfolgreiche Autorin unberücksichtigt bleibt: Hedwig Dohm.

Die Dissertation setzt an diesem Forschungsdesiderat an und wird erstmals eine systematische Untersuchung von Dohms vier Lustspielen Vom Stamm der Asra (1875), Der Seelenretter (1876), Ein Schuss ins Schwarze (1878) und Die Ritter vom Goldenen Kalb (1879) vorlegen. Bei den Dramen handelt es sich um ausdrücklich als Lustspiele ausgewiesene Einakter, die eng mit dem weiblichen Unterhaltungstheater der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zusammenhängen und in erheblichem Maße von sprachlichen Verfahren wie Ironie, Satire, Parodie und intertextueller Modifikation durchdrungen sind.

Im Zentrum des Promotionsvorhabens steht die These, dass sich Hedwig Dohm in die Reihen des weiblichen Unterhaltungstheaters in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einreiht, sie aber zugleich durch sprachliche Mittel überschreitet, die im Rahmen der Analyse als subversiv gedeutet werden. Daraus eröffnet sich ein Spannungsfeld zwischen Tradition und feministischer Subversion.

Ziel meiner Dissertation ist es, Hedwig Dohms Lustspiele erneut, oder überhaupt erstmal, in das literaturwissenschaftliche Bewusstsein zu rücken und das Interesse an ihrem dramatischen Werk zu wecken. Damit verbindet sich der Anspruch, Dohms Dramen jenen Platz in der Literaturgeschichte zuzuweisen, der ihnen bislang verwehrt geblieben ist.

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